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Fußbehandlung bei Klump-und Sichelfüßen (nach B.Zukunft-Huber)

Klumpfuß Bildquelle: www.onmeda.de
Klumpfuß

Der Klumpfuß

Ein Klumpfuß ist eine angeborene, passiv nicht ausgleichbare komplexe Fußdeformität, die ein- oder beidseitig auftreten und unterschiedliche Schweregrade aufweisen kann.

Das typische Erscheinungsbild des Klumpfußes ergibt sich durch die Kombination von Spitz-, Sichel- und Hohlfuß sowie einer extremen Varusstellung der Ferse.  Die Betroffenen gehen auf dem Fußaussenrand. In extremen Fällen kann dabei die Fußsohle nach oben gerichtet sein. Heute wird dies sehr schnell beim Säugling diagnostiziert und kann dann sofort behandelt werden, üblich ist die Methode nach Ponzetti.

Hierbei wird zuerst durch Gipse der Fuß nach und nach in die richtige Stellung durch Dehnung (Fachbegriff:Quengeln) gebracht. Stehen die Mittelfußknochen in der richtigen Position, gibt es eine kleine OP mit einem Schnitt in die Achillessehne. Anschließend wird ein 6-wöchiger Gips angelegt, um das Ergebnis zu fixieren. Bis zum 4.Lebensjahr tragen die Kinder dann weiter Nachtlagerungs-Schienen, um einen Rückfall (Rezidiv) zu vermeiden.

Bei frühzeitiger Behandlung und kontinuierlicher, langfristiger Therapie werden sehr gute Ergebnisse erzielt.

 

Eine weitere Möglichkeit der konservativen Behandlung bei Schweregrad I und II ist nach der Methode von Frau Zukunft-Huber möglich. Hierbei werden die Eltern beim speziell ausgebildeten Physiotherapeuten in Dehnung und Stabilisierung des Fußes durch Wickel angeleitet.

 

Weitere Informationen Hier

 

 

 

Sichelfüße

Sichelfüße lassen sich häufig durch manuelle Korrekturen ausgleichen. Kinder mit dieser Fehlstellung sollten idealer Weise im Säuglingsalter therapiert werden.

Neun von zehn Kindern mit Sichelfüßen können durch konservative Therapien geheilt werden. Wichtig ist, dass diese häufigste aller angeborenen Fußfehlstellungen früh erkannt wird, um die Fehlstellung auszugleichen, bevor das Kind seinen Fuß belastet.

 

Bei Sichelfüßen fallen folgende Fehlstellungen auf:

Der innere Fußrand ist konkav gewölbt, der Vorfuß ist adduziert („adducere = heranführen“ das Heranführen eines Körperteils an die Körper- bzw. Gliedmaßenachse) und die Basis des fünften langen Vorfußknochens ist sehr prominent. Häufig ist auch der Abstand zwischen dem ersten und zweiten Zeh vergrößert.

 

Wenn Kinder mit nicht korrigierten Sichelfüßen beginnen zu laufen, rollen sie über die äußeren Fußränder ab. Dadurch entsteht ein Gangbild, bei dem die Füße einwärts gedreht sind.

Welche konservative Therapie am besten zur Korrektur der Fehlstellung geeignet ist, hängt davon ab, ob die Kinder eine flexible Sichelfußhaltung ohne Gelenkasymmetrie oder eine fixierte Sichelfußdeformität haben, bei der Subluxationsstellungen zwischen den langen und kurzen Vorfußknochen bestehen.

Nach Anleitung können Eltern bei beiden Formen der Fehlstellung die Füße manuell korrigieren. Nur etwa zehn Prozent der Kinder mit Sichelfüßen müssen operiert werden.